Zimmerpflanzen und Haustiere: ungiftige Arten und katzensichere Töpfe
Die Kombination aus Zimmerpflanzen und Haustieren führt bei vielen Haltern zu Konflikten. Katzen knabbern an Blättern, Hunde stoßen Töpfe um, und manche Gewächse sind bereits in kleinen Mengen giftig. Wer nicht auf Grün im Wohnraum verzichten will, sollte bei der Auswahl der Arten genau hinschauen. Ungiftige Klassiker sind die Grünlilie, die Bergpalme, das Usambaraveilchen, die Zimmerfarne und die Mehrheit der Bromelien. Auch die Kentia-Palme und der Gummibaum in seiner ungiftigen Variante Ficus elastica 'Robusta' gelten als unbedenklich, solange keine größeren Mengen gefressen werden. Vorsicht ist dagegen bei Dieffenbachie, Einblatt, Alpenveilchen, Amaryllis und Weihnachtsstern geboten, ebenso bei allen Euphorbien, deren Milchsaft Reizungen auslöst.
Selbst ungiftige Pflanzen werden für Katzen interessant, sobald sie in Erde stehen. Viele Tiere graben instinktiv im Substrat, hinterlassen Kot oder urinieren in den Topf. Der Geruch markiert den Topf dauerhaft, und die Pflanze leidet unter Wurzelverletzungen und Staunässe. Wer die Erde vor der Katze schützen möchte, hat mehrere Optionen: eine Schicht aus großen Kieselsteinen oder Tonkugeln auf der Substratoberfläche, ein engmaschiges Gitter knapp unter dem Rand oder eine Abdeckung aus Kokosfasermatten. Entscheidend ist, dass die Abdeckung fest aufliegt und die Katze sie nicht mit einer Pfote anheben kann.
Kräftige und zugleich leichte Töpfe sind ebenfalls sinnvoll. Keramik mit hohem Eigengewicht kippt seltener um, wenn eine Katze auf den Rand springt. Alternativ lassen sich Töpfe in stabile Übertöpfe stellen oder mit Klettband auf einer Unterlage fixieren. Wer empfindliche Pflanzen vor neugierigen Nasen schützen will, kann sie auf erhöhte Regale stellen, die nicht direkt an Sprungflächen grenzen. Ein zusätzlicher Kratzbaum in der Nähe lenkt die Aufmerksamkeit oft wirksamer ab als jedes Verbot.
Langfristig hilft nur Konsequenz: unerwünschtes Graben sofort unterbrechen, Alternativen wie eine eigene Kiste mit Katzengras anbieten und die Töpfe regelmäßig kontrollieren. Zeigt die Katze auffälliges Interesse an einer Pflanze, sollte man deren Giftigkeit noch einmal prüfen. Bei Vergiftungsverdacht zählt jede Minute, dann gehört das Tier zum Tierarzt und die Pflanze aus der Reichweite.